Technikerklasse vor Dillinger Hütte

ADV: Technikerklasse im Saarland

Von Hütte zu Hütte

Am 18. Juli machten sich 20 "Techniker" des Berufskollegs für Informatik auf die Reise ins Saarland. Nach nur 15 Minuten Verzögerung ging es schon um 7:15 los.

Die Busfahrt war sehr ruhig, allerdings konnte man sich bei den DJ´s Robin und Felix Songs wünsche, die wurden dann auch mit etwas Glück gespielt, bevor die Gruppe ankam.

Erstes Ziel war die Dillinger Hütte. Dort angekommen, wurden wir mit Kopfhörern (ähnlich wie ein Stethoskop), einem Helm und einer Besucherjacke ausgerüstet. So konnte die Werksbesichtigung auch schon beginnen. Anfangs fuhr der Bus erstmal über das Wergksgelände und wir konnten einen Löschwagen gefüllt mit Koks sehen, welcher mit Wasser abgekühlt wurde. Daraufhin gingen wir noch zu Fuß und haben unterwegs eine Schlackegrube gesehen, aus der es nach Schwefel gestunken hat.

Nach der Werksbesichtigung ging es nach Saarbrücken ins Hotel. Nachdem jeder sein Zeug verstaut hatte, bildeten sich Essensgruppen für KFC, Megges und Asiatisch. Da nun die Truppe gestärkt war, konnte der Abend beginnen. Ca. drei Stunden saßen wir an der Saar, tranken Bier und einige spielten auch Karten. Danach saß ein Großteil noch lange im Irish Pub. Auch unser Fachlehrer kam später hinzu, nachdem er die BWL-Klausur korrigiert hatte, und es wurde ein lustiger Abend.

Am nächsten Tag wurde die Abfahrt durch einige verschlafene Mitschüler etwas verzögert, das Frühstück war einem gediegenen 4-Sterne-Hotel würdig.

Saarstahl war das nächste Ziel. Dort angekommen, erneut das gleiche Prozedere: Helm, veraltete Kopfhörer und Besucherjacke. Da die I11 nun bereit für den Laufsteg war, ging es auch schon Richtung Stahlwerk, in dem die Veredelung des Roheisens zu besichtigen war. Die Luft entprache ganz Stuttgarts Feinstaubzielen. (Auf jeder geraden Fläche waren mindestens 5mm Graphit.)  Anschließend konnten wir im Walzwerk die Umformung von Brammen zu Rohren und Vierkantprofilen miterleben.

Nachdem wir draußen kurz eingeatmet hatten, hatte die Truppe auch schon wieder Hunger, so dass wir uns auf den Weg zur Mensa machten. Die Wahl fiel dort entwender auf panierten Kabeljau oder Kartoffelsuppe mit Wurst. Letztere hatte einen französischen Namen, den leider niemand aussprechen konnte. Es stellte sich heraus, dass "Kartoffeln und Möhren" auf saarländisch war.

Nach eben jeder Stärkung ging es zum letzten Punkt im Programm, dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Diese ist lange stillgelegt, weshalb sie genauer betrachtet werden konnte.
Da der eigentliche Hochofen von vier großen Gichtabzügen umgeben war, war dieser nicht sichtbar. Aber man konnte über Treppen hochlaufen und alles aus nächster Nähe betrachten.
Unser Lehrer hatte dort viel Spaß mit einer Klingel, die geläutet wurde, sobald der Abstich erfolgte. Danach gingen wir noch durch eine Kunstausstellung, welche im unteren Teil der Hütte war, bevor es dann um 16 Uhr nach Hause ging.

Die Rückfahrt war recht ruhig, viele haben geschlafen und mit nur 30 Minuten Stau waren wir dann um 19 Uhr an der ADV. Abschließend möchte ich noch Herrn Krappel für die Ausfahrt danken, sie war sehr informativ und es gab auch immer viel zu lachen.

 
Facebook