Internationales Klimaschutzprojekt

Auftakt in Luxemburg

39 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren diskutieren lautstark, gestikulieren wild und verhandeln konzentriert, während sie versuchen, den Temperaturanstieg der Atmosphäre bis 2100 auf unter 2°C zu beschränken – und dabei gleichzeitig die Interessen ihrer Länder oder Lobbygruppen zu berücksichtigen. Wir befinden uns mitten im Rollenspiel „World Climat“, das zum Auftakt des fünftägigen Arbeitstreffens von Schülerinnen und Schülern aus fünf europäischen Ländern im Rahmen eines von der EU geförderten Erasmus+- Projektes in Luxemburg stattfand. Mit dabei waren neun Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums Umwelttechnik der Gottlieb-Daimler-Schule 2. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Dijon, St. Pölten, Almeria und Luxemburg  arbeiten sie die nächsten zwei Jahre daran, wichtige Einsichten in das systemische Denken von der Komplexität des Klimasystems über die Wechselbeziehungen zwischen Klimasystem und menschlichen Entscheidungen zu erlangen und für andere verständlich aufzuarbeiten. Nebenbei entwickeln Sie zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im Unterricht zwischen den insgesamt vier Projekttreffen microcontrollergestützte Messkoffer für Feinstaub, CO2 und Stickoxide.  Die GDS2-Schülergrupe wird dies im Seminarkurs, der traditionell im Zeichen der Umwelttechnik steht, tun. Am Ende des Projektes sollen diese Messkoffer im Rahmen einer Lehrerfortbildung für andere Schulen zusammen mit Anleitungen zum Nachbau sowie didaktischen und methodischen Unterrichtsmaterialien veröffentlich und präsentiert werden. Jede nationale Gruppe hatte im Vorfeld Workshops ausgearbeitet, in welchen die Jugendlichen in gemischtnationalen Arbeitsgruppen sich in englischer Sprache mit den Themen Klimaerwärmung, deren Ursachen und Folgen einarbeiteten. Auf Einladung von Carol Dieschbourg, der luxemburgischen Ministerin für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit, präsentierten die Jugendlichen ihr Projekt. Die Ministerin zeigte sich begeistert und diskutierte anschließend trotz ihres angespannten Zeitplans noch fast zwei Stunden mit den Jugendlichen über ihre Erfahrungen als Teilnehmerin des Weltklimagipfels von Paris, bei dem sie selber eine Vielzahl von Arbeitsgruppen geleitet hat. Sie stand dabei den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort, vermittelte ihnen dabei die Komplexität der Verhandlungen und beschrieb die nervenaufreibenden Diskussionen. Nach einer Woche intensiver Arbeit und interkulturellem Austausch freuen sich die Schülerinnen und Schüler jetzt darauf, ihre neu gewonnenen Freundschaften beim nächsten Projekttreffen im Mai 2020 in St. Pölten in Österreich zu vertiefen. Zwischendurch werden sie als Teil ihrer Aufgabe gemeinsam weiterarbeiten und sich über E-Mail, Skype und über eine gemeinsame Arbeitsplattform im Internet austauschen.

Bildunterschrift 1: Die GDS2-Schüler- und Lehrergruppegruppe beim Treffen mit der luxemburgischen Ministerin für Umwelt, Carol Dieschbourg, 3.von rechts

Bildunterschrift 2:TGU-Schüler Jan Feldhahn präsentiert
Bildunterschrift 3-5: im Plenum
Bildunterschrift 5: climate stripes

 
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